Brahmaküken aus Naturaufzucht mit ihrer Amme. Die Küken wurden ins Nest eingeschoben, die Glucke hat sie angenommen. Die Brahmaküken sind blutsfremd.
Brahmaküken aus Naturaufzucht mit ihrer Amme. Die Küken wurden ins Nest eingeschoben, die Glucke hat sie angenommen. Die Brahmaküken sind blutsfremd.

Das Thema Naturbrut ist gar nicht so weitläufig. Es ist relativ einfach: Man braucht nur eine gute Glucke. Verbessern kann man die Schlupffähigkeit, wenn man ab dem 18. Bruttag das Gelege mit warmen Wasser aus der Blumenspritze anfeuchtet.(1x pro Tag)

 

Am besten auch wenn die Glucke drauf sitzt. Dann sind auch ihre Federn nass und die Luftfeuchtigkeit erhöht sich längere Zeit. 

 

Natürlich ist Naturbrut auch mit Risiken verbunden, die Kunstbrüter nicht haben.

 

Bei einem Kunstbrüter legt man 90 oder 120 Bruteier auf einmal ein und die Maschine brütet je nach Qualität oder Ausstattung vollautomatisch. Beim Schlupf kommen die vielen Küken in Kisten, Ställe oder auf Drahtgitter. Sie picken aus reinem Reflex heraus die dunklen Körner eher zuerst auf. Pro Woche wird die Wärme im Kasten um rd. 2 Grad reduziert, bis die Temperatur soweit reduziert ist, dass die Hühnchen entweder abgeholt werden können oderdas Glück haben, draussen herumlaufen. In der Menge aufwachsend, bekommen oft die Küken Futter mit Antikokzidienzusätzen, damit sie nicht krank werden. Das ist ein Antibiotikum, das einfach mitgefressen wird. Wartezeiten gibt es aufs Ei und aufs Fleisch, aber wer ist schon ein Küken oder Küken legen noch keine Eier. Irgendwann wird das Füttern zur Gewohnheit und man denkt nicht mehr daran. Antiobiotika sind eben fix im Hühnerfutter drinnen.

Zwei pralle Küken aus Naturbrut, neben Glucke
Zwei pralle Küken aus Naturbrut, neben Glucke

Bei der Naturbrut gibt es Risiken. Die Henne steht früher auf. Weil sie schon gebrütet hat, währenddessen die richtigen Eier noch nicht drunter lagen. Oder man hat sie gestört beim Einlegen und sie hört auf. Oder es schlüpfen nicht alle Küken; die Küken finden nicht aus dem Nest oder ins Nest, am Abend oder in der Früh. Manche Küken die ungeschützt sind, werden von Katzen oder Raben davongetragen. Es gibt viele Gefahren, die die Naturbrut schwer machen können. Man muss auch jede Glucke mit ihren Küken einzeln füttern. Eine gute Glucke hat auch nur maximal 10 Küken, vielleicht 12 oder nur 3 ... alles möglich!

 

Aber die Küken die bei der Naturbrut "durchkommen", wachsen schneller, wachsen besser, sind gesundheitlich besser drauf und brauchen auch keinerlei Antibiotika durch Massenhaltung!!

Und deshalb liebe ich selbst die Naturbrut!