Clostridien

Clostidium Perfingens
Clostidium Perfingens

Clostridien sind Sporen bildende Bakterien, die praktisch überall vorkommen, vor allem in Böden und im Verdauungstrakt von höheren Lebewesen. Sie gelangen durch Staub- und Erdpartikel in den Verdauungstrakt. Das Bakterium Clostrodium perfingens verusacht dabei eine relativ häufige Krankheit bei Hühnern, die als Nerkrotisierende Enteritis (NE oder auch Wachtelkrankheit) bezeichnet wird. Leider kann man in Büchern oder entsprechender Fachliteratur nur wenig über diese Krankheit finden, die in Fachkreisen jedoch als als zweithäufigste vorkommende Krankheit beschrieben wird.

 

Das Interessante dabei ist, dass dieses Bakterium, in Antracht neben Kokzidien bei Tierärzten die sich nicht auf Geflügel spezialistiert haben, völlig übersehen werden kann. Der Nachweis findet sich sehr wohl im Kot des Tieres, jedoch ist es notwendig, mit entsprechenden tierärztlichen Mitteln über mehrere Stunden anzusetzen, um die Bakterien weiter wachsen zu lassen und dann den Nachweis des entspechenden Bakteriums und der Unterart zu erbringen.

 

Clostridien bilden Toxine (Gifte) im Dünndarm und verursachen Entzündungen oder verursachen das Absterben der Darmschleimhaut und kommt so wiederum in den Blutkreislauf des Huhns. Da das Bakterium wie bereits schon erwähnt natürlicher Weise in der Umwelt und auch im Dickdarm des gesunden Geflügels vorkommt ist ein Nachweis von Cl. perfringens allein noch kein Anzeichen für das Vorliegen einer Erkrankung. Dazu sei gesagt, dass in der Fütterung zu hohe Nährstoffgehalte oder eine schlechte Verdaulichkeit des Futters, insbesondere ein zu hoher Eiweissgehalt zu unverdauten Proteinen im Dickdarm den Wachstum von Clostidien begünstigen. Laut Berichten tritt die Krankheit im Alter von zwei bis 5 Wochen auf. Es kommen dabei drei Erscheinungsformen auf:

 

  1. Form ohne deutliche Anzeichen: Um den 23. Tag mit hellem flüssigen Kot und der verminderten Futteraufnahme und ohne weitere Gewichtszunahme. Durchfall und feuchte Einstreu können die ersten Anzeichen sein. Schädigungen des Darms sind nicht stark ausgeprägt.
  2. Akute Form: Tritt plötzlich mit Fress- und Bewegunsunlust, Durchfall, gesträubten Gefieder auf. Es kommt zu einer vermehrten Sterblichkeit im (Küken)bestand. Die Krankheit durchseucht eine Herde innerhalb von fünf bis sieben Tagen und daher ist nur mit einem ehesten Einsatz von entsprechenden Mitteln vorzugehen.
  3. Form mit Leberveränderung: Es kommt zu Leberentzündungen bei den befallenen Tieren.

 

Anmerken möchte ich, dass der Hühnerkot sehr viel über den Gesundheits- bzw. Krankheitszustand aussagt. Leider habe ich selbst den Gesundheitszustand meiner Tiere lange Zeit missachtet, insbeondere als mir ein Tierarzt, der nicht unbedingt auf Geflügel, sondern auf Exoten spezialiiert ist, mitteilte, dass er keine Kokzidien findet bzw. nur geringer Bestand vorhanden sei. Es traten jedoch jede Menge anderer Krankheitsanzeichen auf, die er immer nur mit Baytril, einem Breitbandantibiotikum behandelte, das von der Europäischen Union noch dazu bei Legehennen verboten ist.

 

Der Besuch eines geflügelkundigen Tierarztes, einer Ärztin im mittleren Burgenland hatte mit letztendlich vor einem noch gröberen Fehler beschützt und führte dazu, dass ich das erste Mal seit meiner Geflügelhaltung (seit Mai 2010) erstmaligst ein Antiobiotikum angewandt habe, um die vermehrten Kokzidien und Clostridien zu behandeln. Meine Empfehlung gilt daher an Frau Dipl.Tzt. Dr. Sabine FRIEDRICH in A-7023 Zemendorf-Stöttera, Sportplatz 20, die mich vor schlimmern Krankheiten im Bestand bewahrt hat.

 

Beispiele "schlechter Kot": weil zu feucht

Beispiele "Kot beobachten" ... kann schlecht sein, muss aber nicht ...

Blindarmkot sieht auch beim Huhn (wie beim Hasen) etwas "unüblicher " als normalerweise aus. Daher sind die Ausscheidungen generell zu beobachten.

Kot in Ordnung ....