Gruppen-Zusammengehörigkeit

Die Gruppe mit Jungtieren Anfang Juli 16
Die Gruppe mit Jungtieren Anfang Juli 16

Die Grupenzusammengehörigkeit ist ein GANZ ein wichtiges Thema!!

 

Weil wenn es in der Gruppe nicht passt, egal welche Gruppe, ob Hühner, ob Schafe, ob Ziegen ob Häschen ob Wachteln oder Meerscheinchen, .. ganz egal, wenn es in der Gruppe nicht passt, treten immer Krankheiten auf.

 

Das kann vorkommen bei Hühnern, wenn wir jetzt schon beim Thema sind, dass der Hahn oder die Hähne die Gruppen Zusammengehörigkeit noch nicht haben, nach dem Neueinsetzen. Können sie auch nicht. Bei manchen Tieren dauert es mitunter auch länger, weil sie haben es zumeist auch gar nicht anders gelernt, stammen viele doch aus Kunstbrut ab. Da ist ein Unterschied.

Bei Hühnern ...

Gruppe Junghühner untersch.Rassen vom 8.7.16
Gruppe Junghühner untersch.Rassen vom 8.7.16

Bei Hühnern ist die Zusammengehörigkeit zumindestens so wichtig wie bei jedem andern Tier. Beschützt der Hahn doch die Hennen, zuviele Hähne stressen die Hennen. Ist kein Hahn dabei, laufen die Hennen oft ziellos kreuz und quer und im Fall gibt es oft Verluste durch Marder oder Fuchs oder sonstige Krankheiten.  Kommt ein neuer Hahn dazu, der aus Kunstbrut stammt, dauert es mitunter ein Weilchen bis er soweit ist. Gesehen bei meinem Brahmahahn, der hatte vorher so einen richtigen "Klescher" ... riss die Hennen her, wie es ihm passte, nur weil er gerade wollte ... egal wie die Ladys sich fühlten danach. Eingesetzt habe ich ihn Anfang April, doch erst jetzt Ende Juli ist er soweit integriert, dass ich sagen kann ... ja der ist es! Mittlerweile hudert er bereits die größeren Jungen, auf die Kleinen tritt er noch drauf. Na ja, es wird schön langsam.

Auch der Zwergseidenhuhnhahn steigt in dei Fußstapfen des Großen, besteigt er mir eine Junghenne, die noch gar nicht so weit ist. Offenbar  aus Unkenntnis, weil er eben ein dummer Kunstbruthahn ist, diese Tiere haben NULL Ahnung  was in der Gruppe "los" ist.

 

Die Henne hatte demnach einen Tag nachher so schwere Verletzungen am Rückrad oder in den Nervensträngen, dass ich sie leider notschlachten musste.

Bei Häsinnen ...

Nicht alle vertragen sich ... hat man genug Häsinnen zur Auswahl, wenn es mal Streitereien gibt, dann wird die Gruppe eben verändert. Generell ist aber zu empfehlen, sowenig Änderungen wie möglich zu machen. In Idealfall beruhigen kastrierte Rammler die Gruppe. Es findet dann plötzlich ein friedliches Kuscheln statt. Das geht aber nur bei Zwerg-/Häschen/Kaninchen.

Bei Meerschweinchen ...

Bei den Schweinchen kann man z.B. 2 Männchen halten, wenn sie keinerlei Kontakt zu Weibchen haben. Ich habe 2003 aus zwei unterschiedlichen Würfen zwei Böcke Meerscheinchen gehabt, die waren zufrieden  und glücklich und sind am Wohnzimmerteppich hin und hergelaufen und haben vor Glück Luftsprünge gemacht. Es war wirklich putzig anzusehen, und sie blieben zusammen bis an ihr Lebensende.

Hält man eine größere Gruppe als zwei Meeris, wird empfohlen auch Männliche mit Weiblichen zu mischen und die Männlichen zu kastrieren. Die Weiblichen werden durch den sozialen Umgang mit den Kastraten weniger oft krank, auch keine Tumore. Das Geld was man in die Kastration von den Böcke steckt, spart die Tierarztkosten der Sauen im späteren Verlauf. Zwei weibliche Tiere entwickeltn später jede Art von Krankheiten.

Bei Wachteln ....

Bei Wachteln emfiehlt sich ein Hahn auf 1 bis 6 Hennen. Dann ist Gruppenzugehörigkeit gegeben. Den Hahn kann man ab und zu, bei Zuchtwunsch tauschen, eine Gruppenerweiterung kann aber nur durch den Zukauf von geschlechtsreifen Hennen erlangt werden, aber nicht zu junge Tiere einsetzen!! Am besten setzt man die ganze Gruppe in einen neuen Bereich und fügt dort die neuen Tiere zu.

 

Da wird die Hackordnung wieder neu bestimmt und es gibt weniger Verluste.