Entwurmen - einfach erklärt!

Symbolbild
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Da jedes freilaufende Huhn (Freilandhaltung, Biofreilandhaltung) auch Zeit zum Graben und Scharren hat, bei dieser Tätigkeit auch Würmer und Schnecken findet, muss man die Tiere in der Regel in zeitlichen Abständen entwurmen. 

 

Das bedeutet, in dem Regenwurm oder Schnecke sind Parasiten enthalten, wie zum Beispiel der Haarwurm, Spulwurm,  Blinddarmwurm, ua.  Dieser Wurm benützt Regenwürmer und Schnecken als Wirt für seine Fortpflanzung. Den Regenwurm/Schecke einmal gefressen, pflanzt sich der Spulwurm, Bandwurm, Luftröhrenwurm im Huhn fort und legt im Magen,Darm oder Luftröhre seine Eier ab und vermehrt sich. Dadurch bekommen die Hühner Entzündungen im jeweiligen Bereich, wo sich der Parasit aufhält, meistens sind es Darmentzündungen. An diesen Wurmarten leiden Hühner am häufigsten. Symptome: Nachlassende Legeleistung, mehr Hunger. Der Befall kann sich auch in Form von Durchfall äußern; jedoch ist nicht jeder Durchfall ein Indiz für Würmer.

 

In der Regel kann man jederzeit die Hühner entwurmen, nur keinesfall während der Herbst-Mauser. In dieser Zeit ist das Huhn geschwächt, weil sich der Organismus wegen des Federnwechsel anstrengen muss. Hier kann es bei gleichzeitiger Anwendung auch zu Verlusten kommen, wenn das Huhn neben der Mauser auch noch das Gift der abgestorbenen Würmer im Darm verabeiten muss. Deshalb ist die Zeit im Frühjahr und vor oder nach der Mauser empfehlenswert.

Hier ein Überblick über Parasitenarten und Auswirkungen beim Geflügel:

http://www.landwirtschaftskammer.de/landwirtschaft/tierproduktion/gefluegelhaltung/pdf/parasiten-gefluegel.pdf

Spulwurmei
Spulwurmei

 

Wie entwurmt man in der Regel?

 

Am besten entwurmen kann man mit Flubenol 5%, weil man die Eier weiterhin essen kann (wohl aber Wartezeit auf´s Fleisch). Das Mittel ist in Dosenform bei jedem Tierarzt erhältlich bzw. bestellbar. Dosierung teilt einem der Tierarzt mit.

 

Die Dosierung liegt laut Tierarzt bei 30 Milligramm pro Kilo Körpergewicht Tier. Auf der Packung steht 28,6 mg. So genau kann man in der Regel mit der Küchenwage ohnehin nicht messen.


Ein normales Legehuhn hat ca. 2 kg. Brahmas/Orpingtons haben das Gewicht von 3,5-5 kg (Hahn) und 3-4,50 kg (Henne). Wenn man das Gewicht aller Hühner zusammenzählt mischt man das Pulver auf das Gesamtgewicht pro Tag.

 

Das Pulver soll in einem Topf gemischt werden, wo Futter in "matschiger" Form enthalten ist. D.h. kein Pelletsfutter und kein Körnerfutter. Man mischt z.B. Haferflocken, Nudeln, Reis, Topfen, etwas Wasser, gehacktes Gemüse (Karotten, Zuccini) uvm. mit dem Pulver. Aus dem Grund des besonders guten Brei´s fressen auch alle Hühner gleichzeitig und es bleibt nichts übrig.

Für die Erstentwurmung empfiehlt sich ein 2-facher Durchgang um alle lebenden Würmer und nachfolgenden Wurmstadien-/eier zu erwischen.
D.h. der 1. Durchgang dauert 7 Tage, danach ist eine Pause von 10 Tagen zu machen und dann nochmals 5 - 7 Tage einen Durchgang zu machen.
Dafür kann man rechnen, dass ALLES weg ist. Sämtliche Würmer und Wurmnachkommen. Der Tierarzt empfiehlt eine Entwurmung 2 x pro Jahr.