Ausnahmen bestätigen die Regel.

 

Ein Biohuhn beim Biobauern wird nach 18 Lebensmonaten "entsorgt", weil die Eileistung etwas nachlässt. Bio für die Massenproduktion wird anders gehandhabt, als im kleinen Stil.

 

Unsere Hennen dürfen bis an ihr Lebensende ihr Dasein genießen, mitunter lassen sich Hühnerkrankheiten und Wurmbefall nicht vermeiden. Auch im Boden gibt es Viren und Krankheitskeime, die nur wiederrum zum Teil mit der Schulmedizin und auch zum Teil mit biologischen Hilfmitteln behandelt werden können.

 

Es gibt zum Beispiel eine rein biologische Maßnahme, um Würmer wegzubekommen, diese Anwendungen finden Sie hier>. Da wir aber zustätzlich noch gewollt züchten (zwar in kleinen Mengen aber doch) lassen wir einmal jährlich unsere Tiere mittels Schulmedizin-Präperaten entwurmen und durch den Tierarzt überprüfen. Mit dieser Methode werden z.B. auch Luftröhrenwürmer und andere "schwierige" Parasiten entfernt. Hier wird unsere Gruppe, die wir in 3 verschiedenen Bereichen halten, nach Anweisung des Fachtierarztes für Hühner mit Flubenol behandelt. Bei dem Medikament gibt es keine Wartzeit auf´s Ei.

 

 

Weitere Ausnahmen sind ...

 

im Bereich Stalldesinfektion. Natürlich kann man auch Bakterien mit Essig abtöten. Der Essig wird dem Putz- oder Waschwasser hinzugefügt, je hochprozentiger die Lösung, desto besser werden die Bakterien abgetötet. Im Zweifel bei stark verunreinigten Stellen im Stall putzt man mit purem Essig.

 

In manchen Bereichen im Stall ist es aber wichtig, wenn es nicht ständig nass ist. Z.B. unter Tränken, wo die Hühner in den Volieren ständig und das fast durchgehend, Wasser auspritscheln. Man kann es über eigenen Tränken die hängen, lösen, aber nicht immer, weil manche Hühner kommen dann drauf, dass sie sich auf die hängenden Tränken setzen - wie lustig! Das bedeutet, hier ist auch eine manuelle Lösung, keine Lösung. Auf solchen stark frequentierten Stellen, sowie bei Indoor-Naturbruten (weil kein Stallboden und deshalb eine begrenzt verfügbare Fläche, verwenden wir Bactazol. Bactazol wirkt gegen Erreger von Pilzerkrankungen, z. B. Aspergillus-Trichophyton-Arten, die bei den Wassertränken im Stall entstehen können. Und auch wirkt es bei e-Coli-Keime, an denen Küken erkranken können, bei einer Indoor-Brut. Bactazol wird aufgetragen, wenn das Huhn nicht im Stall ist, und trocknet binnen 15-20 Minunten (je nach Umgebungstemperatur).